Briefe an die Bahn
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Bahnblog

Hier schreibe ich chronologisch meine Erlebnisse mit der Bahn auf, die nicht so schwerwiegend sind, als dass sich ein Brief lohnt.

31.05.10, Montag: IC 2083, Göttingen - München Ost- Fahrradreservierung und Bedienung am Platz
Im IC 2083 gab es an diesem Tag wieder mal keine Fahrradstellplätze mehr - zumindest keine, die man vorher reservieren konnte. Auch nicht am nächsten Tag; erst wieder am Mittwoch.
Im Zug sah dann die Sache ganz anders aus: Ganze 4 Räder standen drin. Da hatte sogar mein Tandem noch Platz.
Und da war dann noch: "... In der 1. Klasse servieren wir Ihnen kleine Speisen und Getränke gern an Ihrem Platz." Fehlanzeige! Wie immer kam auf der ganzen Strecke niemand vorbei und fragte nach Bestellungen. Aber selber holen hält schlank und spart Geld...

21.5.2010, Freitag: IC 2082 - Königssee von München Ost nach Göttingen
Augsburg, 12:23: "Meine Damen und Herren, ich bitte um Ihre Aufmerksamkeit! Ich habe eine wichtige Mitteilung für Sie - eine nicht so gute Nachricht: Unsere Lokomotive ist kaputt. Wir versuchen, eine Ersatz-Lokomotive zu besorgen. Die Abfahrt unseres Zuges wird sich um 30 bis 40 Minuten verzögern. Ich wiederhole..."
Reale Verspätung: 55 Minuten.
Und dann wuchs die Bahn über sich hinaus: Es gab ein Freigetränk für alle - natürlich nur alkoholfrei.
Kurz vor Göttingen: "Dank des grandiosen Einsatzes unseres Triebfahrzeugführers konnten wir unsere Verspätung von 55 auf 38 Minuten reduzieren."
Zweifelsfrei die besten Durchsagen, die ich bislang in der Bahn je gehört habe. Dennoch meine Anschluß-RB konnte nicht 3 Minuten warten.

12.5.2010, Mittwoch: Die Bahn bekommt wegen eines Jugendlichen 3 Minuten Verspätung
In einem Doppelstockzug (München - Prien) blockiert ein Jugendlicher bei jedem Halt aus Versehen die Schiebetüren, weil es nicht merkt, dass er die Lichtschranke unterbricht.
Der Zug bekommt dadurch 3 Minuten Verspätung.
Lokführer und Zugbegleiter rasten völlig aus und brüllen den Jugendlichen an. Sie drohen mit Staatsanwaltschaft und Bahnpolizei. Alles im Beisein anderer Fahrgäste.
Hier zeigt sich wieder einmal, wie die Bahn Fahrgäste behandelt, die keine Premiumkunden sind.
Man stelle ich vor, die Fahrgäste würden bei jeder Verspätung, die die Bahn zu verantworten hat, so reagieren...

10.5.2010, Montag: Fahrradkarte und Großkunden
Heute wollte ich eine Fahrkarte mit Fahrradkarte/Stellplatzreservierung im Großkunden-Online-Portal buchen. Leider gibt es hier die Auswahlmöglichkeit "Fahrradmitnahme" nicht. Zunächst habe ich das für einen der üblichen temporären Fehler gehalten.
Beim Anruf bei der zuständigen Online-Stelle (01805-311111 (Großkunden), 01805-10111 (Normalkunden)), sagte man mir jedoch, "Fahrradmitnahme sei bei Großkunden nicht vorgesehen, weil es so selten vorkommt". - Ein Witz!
Hier zeigt sich mal wieder, was die Bahn wirklich von Radlfahren hält und wie ernst sie es meint mit der Fahrradmitnahme in ihren Zügen.

2.4.2010, Freitag: München - Goslar
Der ICE hat diesmal die richtige Wagenreihung, so dass die Prämiumkunden der Bahn nicht bis zum Ende des Bahnsteigs laufen müssen. Jedoch schwindet die Begeisterung schnell: "Unsere Abfahrt verzögert sich wegen eines Triebfahrzeugschadens". Der ICE wird in München eingesetzt und kommt frisch aus der Lokhalle!

15.2.2010, Montag: Goslar - München
Goslar: Die RB14186 hat 5 Minuten Verspätung
Kreiensen: Der ME80831 hat 20 Minuten Verspätung wegen einer Streckenvollsperrung zwischen Hannover und Celle auf Grund eines Oberleitungsschadens.
Göttingen: Der ICE787 hat durch den Oberleitungsschaden 10 Minuten Verspätung. Im Chaos egalisiert das Chaos das Chaos.
Ich kann meine Verbindung halten.

11.2.2010, Donnerstag: Köln - Goslar
Köln: ICE951 ist ein IC-Zug, weil der ICE-Zug nicht einsatzbereit war. Keine Platzreservierungen, Chaos.
Den Reisenden wird empfohlen, sich die Preisdifferenz zum ICE erstatten zu lassen.

9.2.2010, Dienstag: München - Köln
München: Der ICE624 besteht nur aus einem Zugteil, statt aus zwei. Völliges Chaos. Keine Platzreservierung. Tumultartige Zustände in den Wagen. Selbst in der 1. Klasse türmen sich die Menschen.